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Betriebe und Verwaltungen

Bei der Unfallkasse Bremen sind Einrichtungen des Landes, Selbständige Unternehmen mit überwiegend kommunaler Beteiligung, Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts versichert.

Für die Sicherheit und Gesundheit in diesen Einrichtungen und Betrieben stehen zahlreiche Informationen zur Verfügung.

Sicherheits- und Gesundheitsorganisation

Die Unfallkasse Bremen ist für alle Mitgliedsunternehmen Ansprechpartner, wenn es darum geht, Chancen und Möglichkeiten zur Verbesserung der innerbetrieblichen Sicherheits- und Gesundheitsorganisation aufzuzeigen.

Hierunter fallen eine Vielzahl von sich oftmals gegenseitig unterstützenden Handlungsfeldern, wie zum Beispiel:

  • Der Aufbau eines Arbeitsschutzmanagementsystems
  • Die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz
  • Die bedarfsgerechte betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung
  • Die Entwicklung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements

Betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung

Eines der wichtigsten Präventionsziele aus Sicht der UK Bremen ist, unsere Mitglieder in die Lage zu versetzen, eigenverantwortlich und eigenständig Sicherheit und Gesundheitsschutz im Betrieb zu gewährleisten.

Eine wichtige Schlüsselfunktion nehmen dabei durch ihre bedarfsgerechte sicherheitstechnische und arbeitsmedizinische Beratung und Unterstützung die jeweiligen Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Betriebsärzte ein.

Ausbildung zur Fachkräfte für Arbeitssicherheit

DGUV Vorschrift 2

Diese Regelung zu Aufgaben und Umfang der betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen Betreuung der Unternehmen wurde am 01.01.2011 eingeführt. Ziel der Vorschrift ist unter anderem ein bedarfsorientierter Einsatz der Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit. Unternehmer und Führungskräfte erhalten die Möglichkeit den Betreuungsbedarf auf Basis der betriebsindividuellen Anforderungen festzulegen. Eine höhere Transparenz der Leistungen ist gegeben. Der Inhalt der Beratungsleistung steht somit im Vordergrund. Gefördert wird der betriebsinterne Dialog zum Betreuungsumfang unter anderem mit den Personal- und Betriebsräten. Für kleinere Unternehmen sind Sonderformen der Betreuung möglich:

Regelbetreuung für Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten

Diese Regelbetreuung bei bis zu 10 Beschäftigten besteht aus der Grundbetreuung und einer anlassbezogenen Betreuung (DGUV Vorschrift 2, § 2 Absatz 2).
Die Betreuung in Betrieben mit bis zu 10 Beschäftigten ist nicht mehr durch festgelegte Mindesteinsatzzeiten pro Jahr und Beschäftigtem geprägt. Hier sind vielmehr die im Betrieb real vorliegenden Gefährdungen Grundlage der Tätigkeit der Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Betriebsärzte.
Die Grundbetreuung beinhaltet die Unterstützung bei der Erstellung bzw. der Aktualisierung der Gefährdungsbeurteilung. Bei der Grundbetreuung muss der Sachverstand von Betriebsärzten und Fachkräften für Arbeitssicherheit einbezogen werden.
Die Grundbetreuung wird bei maßgeblicher Änderung der Arbeitsverhältnisse, spätestens nach drei Jahren wiederholt. Fristen für arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen bleiben unberührt.
Bei besonderen Anlässen erfolgt eine Betreuung durch Betriebsarzt oder Fachkraft für Arbeitssicherheit (anlassbezogene Betreuung).
Beispiele für besondere Anlässe sind:

  • Planung, Errichtung und Änderung von Betriebsanlagen
  • Einführung neuer Arbeitsverfahren
  • Untersuchung von Unfällen oder Berufskrankheiten
  • ...

Im Wesentlichen wird der Unternehmer durch Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Betriebsärzte bei der Gefährdungsbeurteilung und der Ableitung der erforderlichen Arbeitsschutzmaßnahmen sowie anlassbezogen betreut (DGUV Vorschrift 2, Anlage 1).

Regelbetreuung für Unternehmen mit mehr als 10 Beschäftigten

Die betriebsärztliche und sicherheitstechnische Gesamtbetreuung besteht aus der Grundbetreuung und dem betriebsspezifischen Teil der Betreuung. Die Grundbetreuung umfasst die grundlegenden Aufgaben der Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit nach dem Arbeitssicherheitsgesetz. Diese sind unabhängig vom betriebsspezifischen Teil der Betreuung generell zu erbringen. Hierfür werden die Einsatzzeiten pro Beschäftigtem und Jahr vor-gegeben (DGUV Vorschrift 2, § 2 Absatz 3, Anlage 2).
Für die Grundbetreuung gibt die Vorschrift unterteilt nach drei Betreuungsgruppen jeweils Einsatzzeiten als Summenwerte für Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitssicherheit vor. Die Betriebsarten sind durch die WZ-Schlüssel (Betriebsartenschlüssel) den drei Betreuungsgruppen zugeordnet (DGUV Vorschrift 2, Anlage 2, Ziffer. 4). Für jede der drei Betreuungsgruppen der Grundbetreuung werden je Beschäftigtem und Jahr feste Einsatzzeitenwerte wie folgt vorgegeben:

  • Gruppe 1 mit einer Einsatzzeit von 2,5 Stunden pro Jahr je Beschäftigtem/r)
  • Gruppe 2 mit einer Einsatzzeit von 1,5 Stunden pro Jahr je Beschäftigtem/r)
  • Gruppe 3 mit einer Einsatzzeit von 0,5 Stunden pro Jahr je Beschäftigtem/r)

Der Mindestanteil für Betriebsarzt bzw. Fachkraft für Arbeitssicherheit beträgt 20%, jedoch nicht weniger als 0,2 Std/Jahr und Beschäftigtem. Die Aufteilung der Einsatzzeiten erfolgt durch den Betrieb. Die Grundbetreuung umfasst folgende Aufgabenfelder:

  • Unterstützung bei der Gefährdungsbeurteilung
  • Unterstützung bei grundlegenden Maßnahmen der Arbeitsgestaltung – Verhältnisprävention
  • Unterstützung bei grundlegenden verhaltensbezogenen Maßnahmen – Verhaltensprävention
  • Unterstützung bei der Schaffung einer geeigneten Organisation und Integration in die Führungstätigkeit
  • Untersuchung nach Ereignissen
  • Allgemeine Beratung von Arbeitgebern und Führungskräften, betrieblichen Interessenvertretungen, Beschäftigten
  • Erstellung von Dokumentationen, Erfüllung von Meldepflichten
  • Mitwirkung in betrieblichen Besprechungen
  • Selbstorganisation

Die betriebsspezifische Betreuung berücksichtigt die Besonderheiten eines Unternehmens unabhängig von der Betriebsart oder allgemeinen Gefährdungsmerkmalen. Die zu erbringenden Leistungen ergänzen die Grundbetreuung (DGUV Vorschrift 2, Anlage 2, Pkt. 3).
Gegenstand des betriebsspezifischen Teils der Betreuung sind somit die Aspekte, die sich aus den Tätigkeiten und der Gefährdungssituation des Betriebes ergeben. Inhalt und Umfang werden auf Basis eines Leistungskataloges vom Betrieb selbst ermittelt. Die betriebliche Interessenvertretung ist beteiligt bei der Ermittlung, Aufteilung und Vereinbarung der Betreuungsleistungen:

Leistungskatalog der betriebsspezifischen Betreuung:

  • Regelmäßige vorliegende betriebsspezifische Unfall- und Gesundheitsgefahren, Erfordernisse zur menschengerechten Arbeitsgestaltung
  • Betriebliche Veränderungen in den Arbeitsbedingungen und der Organisation
  • Externe Entwicklungen mit spezifischem Einfluss auf die betriebliche Situation
  • Betriebliche Aktionen, Programme und Maßnahmen

Bei der Festlegung der betriebsspezifischen Betreuung kann der Unternehmer auch auf die im Anhang 4 der DGUV V2 beschriebenen Aufgabenfelder zurückgreifen.

Statt starrer Einsatzzeiten bestimmen ab 2011 die individuellen betrieblichen Gefährdungen den Umfang der arbeitsmedizinischen und sicherheitstechnischen Betreuung.

Ergänzende Informationen zur innerbetrieblichen Umsetzung der DGUV Vorschrift 2

- Berechnungsbeispiel für die Grundbetreuung
- Übersicht zur Einstufung der Betriebsarten
- Tabelle zur Einsatzzeitenberechnung der betriebsspezifischen Betreuung
- Weiterführende Informationen
- Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Bei Fragen zur betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung wenden Sie sich bitte an unseren Ansprechpartner

Ralf Wagenfeld

Aufsichtsperson
Ansprechpartner in Bremen für Justiz, Arbeit, Bau, Verkehr, Werkstätten, Entsorgung, Bäder, Sport, Berufsschulen in Bremen, Werkstatt Bremen, Universität, Hochschule, Bremen Ports, Airport, Polizei

Konsul-Smidt-Str. 76 a
28217 Bremen

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Präventionsportal

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www.praeventionsportal.de

Was verbirgt sich hinter dem Präventionsportal?
Seit August 2012 betreiben die Unfallversicherungsträger des öffentlichen Dienstes in Niedersachsen und Bremen ein Präventionsportal. Mit unserem Service möchten wir Ihnen für die Praxis, für den Unterricht und die Unterweisungen Materialien anbieten. Die Arbeitshilfen liegen im Dateiformat PDF vor. Sie können kostenlos heruntergeladen werden.

Ist das Portal mit Zugangsbeschränkungen versehen?
Für die Nutzung des Portals sind sowohl für die Schüler- als auch für die allgemeine Unfallversicherung keine Zugangsdaten notwendig. In beiden Fällen ist keine Nutzungsgebühr zu entrichten.

Welchen Service bietet das Präventionsportal?
Neben dem allgemeinen Überblick zu Aufgaben und Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung, hat der Nutzer die Möglichkeit, betriebsartenspezifische Empfehlungen zu sichten. Von den Experten der Unfallversicherungsträger des öffentlichen Dienstes wurden für 17 Betriebsarten die jeweils wichtigsten Informationen zusammengestellt. Durch einen Klick auf das entsprechende Betriebsartensymbol werden die wichtigsten Publikationen dargestellt, die dann mit einem weiteren Klick auf den jeweiligen Link oder die jeweilige PDF-Datei geöffnet werden können.

Wie oft wird das Portal aktualisiert?
Updates erfolgen automatisch, so dass Sie immer auf die aktuellen Materialien Zugriff haben.

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